Die Geschichte von Chor Unerhört
Chor Unerhört entstand 1981, als einige Studenten der Uni Köln in der Domstraße den Geburtstag von Uli Burger feierten und dabei ein Lied nach dem anderen sangen. Sie beschlossen, auch außerhalb von Geburtstagsfeiern zusammen zu singen und trafen sich bald Montagabends zu wöchentlichen Proben in der Alten Feuerwache, einem selbstverwalteten Kulturzentrum im Kölner Agnesviertel. Der Musikstudent Uli leitete die Proben, brachte auch mehrstimmige Lieder mit, so dass der kleine Singkreis bald ein festes und buntes Repertoire von Liedern hatte, das er auch ab und zu in der Öffentlichkeit vorstellte.

Was noch fehlte, war ein pfiffiger Name. Auf einer Chorfahrt in der Eifel wurden
Namensvorschläge ausgetauscht und geprüft, als Sopranistin Vera die zündende Idee
hatte: Unerhört! Das klang geheimnisvoll, zweideutig, unkonventionell, ein bisschen
nach Untergrund und Undercover, nach Tabubruch, war frech und Understatement zugleich
-
Mit dem schönen neuen Namen im Gepäck ging es jetzt stetig aufwärts, die Mitgliederzahl
wuchs, man trat bei Dritte-

Zum Jahreswechsel 1984/85 fand der Chorleiterwechsel statt: Eddi Kühn, frischgebackener
Musiklehrer, damals noch ohne Stelle, übernahm Ulis Posten „auf Probe“ und wurde
bis heute nicht abgewählt. Mit Eddi verschoben sich die musikalischen Schwerpunkte
zunächst einmal Richtung Süden: südamerikanische und südafrikanische Lieder kamen
neu ins Programm und so hieß denn auch das erste Konzertprogramm im Feez, einer Kneipe
in Köln-
Nach anfänglichem Mitgliederschwund, der mit dem Chorleiterwechsel einherging, wuchs
der Chor ab Sommer 1985 stetig, so dass man schon zwei Jahre später bei 40 Chormitgliedern
einen Aufnahmestopp und eine Warteliste einführte, gleichzeitig suchte man einen
neuen, größeren Proberaum, um die Massen unterzubringen. Aus dem locker-

Dazu kam ein wachsender Einfluss von Choreographien: der Chor übte nicht nur seine Stimme, sondern auch sein Auftreten. Präsenz, Bewegungen, Chorbilder, kleine Chorszenen wurden einstudiert, die dem akustischen Erlebnis auch einen optischen Genuss an die Seite stellten. Ziel war ein Chor in Bewegung, bei dem Singen und Präsentieren zu einer Einheit wird. Seinen Höhepunkt fand das in szenischen Darbietungen wie dem „Zipferlak“ und Frank Zappas „Sofa Nr.4“, das Chor Unerhört von seinem Berliner Partnerchor „Die Taktlosen“ übernahm. Seit 1992 existiert eine enge Chorfreundschaft mit unzähligen Kontakten und Begegnungen zwischen Berlin und Köln bis hin zu gemeinsamen Konzerten.

Ein Markenzeichen des Chores wurden die Themenkonzerte, die mit viel Begeisterung vorbereitet, aufgeführt und vom Publikum gefeiert wurden: Nach den Liedern des Südens 1986 folgten 1988 die Liebeslieder, 1990 Chor Unerhört singt tierisch. Dann folgten nach dem Chorjubiläum Zehn Jahre Unerhört und kein bisschen leiser 1991 im neugebauten Konzertsaal der Alten Feuerwache 1994 die Nachtlieder, 1996 die Lieder aus der Fremde, 1998 die Unerhörte Begegnung der taktlosen Art mit Konzerten in Köln und in der Berliner Akademie der Künste, 1999 die Geschichten die das Leben schrieb, 2002 Große Augenblicke und kleine Ewigkeiten im Zirkuszelt und 2004 das Konzert für Unicef im Kölner Rathaus zusammen mit Bläck Fööss und OdeCologne.

Das für 2005 geplante Programm Drunter & Drüber wurde leider hauptsächlich chorintern aufgeführt und führte zu heftigen Turbulenzen im Chor. Nach dem Neustart wurde 2007 das Konzert für Haiti im Stollwerck aufgeführt, 2008 zusammen mit den Berliner Taktlosen die Lieder über und unter Wasser in der Kölner Musikhochschule, ebenfalls dort 2009 das Programm Von Irland bis zum Nabel der Welt mit der Folkgruppe Morris Open.
Und wie geht’s weiter?
2011 wird das 30-